Private Brennholzselbstwerber, Sie als Kachel- oder Kaminofenbesitzer, betreiben das Brennholzmachen nur als Freizeitbeschäftigung wenige Tage im Jahr. Dabei werden Werkzeuge und Maschinen eingesetzt, für die professionelle Waldarbeiter eine mehrwöchige Ausbildung erfahren. Zudem halten Sie sich im Wald auf, wo sie teilweise sehr schlecht sowohl mit Handy als auch von Rettungskräften erreichbar sind. Schlussendlich ist das Holzmachen im Wald aber auch eine Tätigkeit, die Spaß machen soll und zudem eine körperliche Herausforderung darstellt.
Ein zentrales Anliegen dieses Portals MOTORSÄGENKURS.de ist, Sie mit den Werkzeugen und der Motorsäge
soweit vertraut zu machen, dass Sie Kenntnis über die Gefahren und Handhabungen haben und das in dem
Arbeitsfeld, das Sie zum Brennholzmachen aufsuchen werden.
Die Ausbildung befähigt keinesfalls zum beruflichen Führen einer Motorsäge.
Anforderungen an den MS Führer
Man muss mindestens 18 Jahre alt und körperlich sowie geistig den Anforderungen der Praxis gewachsen sein.
Waldarbeit, das Holzmachen ist körperlich anstrengend, ein Meterstück Holz kann gut und gerne mal einen
Zentner oder mehr wiegen, die Motorsäge wiegt 5-6 kg, der Spritkanister 7-8 kg und das Holz spalten und
das Laufen in unwegsamem Gelände oder am Hang bringen einen außer Puste. Kondition ist gefragt, die Sie
sich selber aneignen müssen. Kinder und Personen mit körperlichen Gebrechen haben beim Brennholzmachen,
auch nur zur Begleitung an der frischen Luft oder zum Helfen, keinen Platz! Dies ist keine Ausgrenzung,
sondern es stellt eine Selbstverpflichtung dar, der Sie sich unterwerfen, - im Namen der Sicherheit!
Bitte bedenken Sie bei Ihren Planungen hin zum Brennholzselbstwerber auch die Kosten, die da auf Sie zukommen. Ihr Motorist / der Fachhandel hält Ihnen eine breite Palette von Angeboten bereit. Fragen Sie ggf. auch den Anbieter des Motorsägenkurses um Rat. Der Betrag dieser Ausrüstung kann gut und gerne den Preis der Motorsäge übertreffen. Kollegen und Bekannte, die Ihnen beim Brennholzmachen helfen, müssen Helm, Handschuhe und Sicherheitsschuhe (Stahlkappe) sowie Sicherheitsweste mit Signalfarbe tragen, um nicht Gefahr zu laufen, zu verunglücken. Ein Handy und auch die Nachricht zuhause oder bei Nachbarn, wo Sie Ihr Holz machen, kann Leben retten.
Werkzeuge und Motorsäge
Die von Ihnen eingesetzten Werkzeuge und die Motorsäge unterliegen gewissen Sicherheitsstandards, die Sie
in Form des CE und GS Zeichens erkennen können. Der Motorist / der Fachhandel aber auch der Kursanbieter
gibt Ihnen hierzu die notwendigen Informationen. Axt und Spalthammerstiele sitzen fest, wenn Sie sie in
Wasser stellen, am Abend bevor Sie sie gebrauchen.
Holen Sie sich beim Motorist / Fachhändler Alkylat Sonderkraftstoff (Fertiggemisch), da dieser Benzol
frei ist und sich lange lagern lässt. Es werden handliche 5 Liter Kanister angeboten, mit der Füllstoppeinrichtung
können Sie einfüllen, ohne zu verschütten. Der Kraftstoff ist teurer, aber die Vorteile für ihre Gesundheit
und ihre Säge sind wertvoller. Das Kettenöl sollte ein biologisch abbaubares sein, um die Umwelt nicht zu gefährden.
Prof. Dr. Friedbert Bombosch,
Dozent für Waldarbeit an der HAWK, Fachhochschule Göttingen